Bildkatalog

zu Quellen mittelalterlicher Instrumente anhand von Skulpturen an romanischen und gotischen Kirchen und Klöstern entlang der ‚caminos de Santiago’

Heinz Nickel



Abstract

Der Katalog bemüht sich anhand von eigenen photographischen Aufnahmen einen Überblick über die wichtigen, aber bisher vernachlässigten Quellen zu mittelalterlichen Instrumenten zu geben. Es soll deutlich werden, dass nicht mehr viel Zeit bleibt, diese Quellen zu studieren und sie für die mittelalterliche Instrumentenforschung auszuwerten: In den letzten Jahrzehnten ist der Erhaltungsgrad erschreckend zurückgegangen. Wertvolle Details sind zudem durch „Sandstrahlrestaurierungen” nicht mehr erkennbar.

Der Katalog wird laufend ergänzt werden.


Autor

Heinz Nickel beschäftigte sich schon in jungen Jahren mit der Gitarre. Heinz Teuchert und Curt Gudian waren dann in Frankfurt seine Lehrer. Nachdem er mit 27 Jahren auf dem zweiten Bildungsweg sein Abitur gemacht hatte, studierte er in Frankfurt/Main Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Spanische Literaturgeschichte. 1971 promovierte er mit dem „Beitrag zur Entwicklung der Gitarre in Europa” (Haimhausen 1972) bei Wilhelm Stauder in Frankfurt/Main. Die Vorarbeiten zu dieser Studie führten ihn in mehreren Reisen durch Deutschland, die Schweiz, Frankreich und Spanien. Hierbei entstand die erste fotographische Quellensammlung zur Entwicklung der Gitarre im europäischen Mittelalter, vorzugweise Fotos von Skulpturen an romanischen und gotischen Bauwerken.

Von 1973 bis 1997 war er Musikerzieher am Erich-Klausener-Gymnasium in Adenau/Eifel. Er engagierte sich in der Lehrerfortbildung verschiedener Bundesländer, vor allem zu Themen „Tanz in der Schule”, „Alte Musik in der Oberstufe des Gymnasiums” und „Instrumentenbau als Projekt in der Oberstufe”. Darüberhinaus wirkte er in den Kommissionen des Kultusministeriums von Rheinland-Pfalz zur Entwicklung von Lehrplänen mit. In den 70er Jahren knüpfte er enge Kontakte zur Szene der „Alten Musik”, insbesondere im Frankfurter Raum, und zu verschiedenen Instrumentenbauern wie D. Hense, D. Möckel, G. Körber, K. Reichmann, H. Bohr und W. Heidtland. Daraufhin begann er sich mit der Konstruktion und dem Bau von historischen Holzblas- und Saiteninstrumenten auseinanderzusetzen. Im schulischen Bereich betreute er über 20 Jahre Arbeitsgemeinschaften zur „Ensemblemusik der Renaissance und des Mittelalters” und zum modernen „Squaredance”. Auf Einladung der Schola Cantorum Basiliensis referierte er 1972 über „Das Probelm der Vihuela als Gitarreninstrument”, 1984 im Symposium „Das Instrumentarium des Mittelalters zwischen Wissenschaft und Praxis”: „Zur Entwicklungsgeschichte der Gitarre im Mittelalter” (Basler Jahrbuch für Historische Musikpraxis VII 1984, Winterthur/Schweiz 1985)

Die Quellensammlung zu mittelalterlichen Instrumenten, vorzugsweise an Skulpturen romanischer und gotischer Bauten, wurde nach der Pensionierung durch neue Reisen ausgebaut und soll noch weiter wachsen.

E-Mail-Adresse: heinz.nickel3963@t-online.de